Der Food

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Madeira - “Bolo do Caco” und “Lapas grelhadas”


Vor ein paar Wochen war ich mit meiner Freundin wieder für einen kleinen Kurztrip in Portugal unterwegs. Dieses Mal haben wir jedoch das Festland verlassen, haben uns in den Flieger gesetzt und sind nach Madeira geflogen. Der Anflug war unerwartet ruhig, ist der Flughafen der Insel doch für starke Winde und entsprechend wacklige und schwierige Landeanflüge berühmt berüchtigt… Als erwähnenswert empfinde ich außerdem, dass Madeira als die erste Insel außerhalb Europas gilt, die dauerhaft von Europäern besiedelt wurde - nämlich bereits ab 1420 von den Portugiesen. Aufgrund ihrer Lage war die Insel später eine wichtige Zwischenstation für Schiffe auf dem Weg in die “Neue Welt”. Entsprechend erarbeitete sich die Insel in der Folge einen durchaus nennenswerten Wohlstand.


Neben dem an diesem Wochenende deutlich schöneren Wetter im Vergleich zum Festland, habe ich natürlich auch wieder einige kulinarische Spezialitäten genossen. Allen voran stand hier das typische Brot Madeiras - das “Bolo do Caco”. Dabei handelt es sich nach unserem Verständnis eher um eine Art Brötchen. Die einzelnen Stücke sind etwa handgroß, kreisrund und etwa 3 cm hoch. Ihrer runden Form verdanken sie auch ihren Namen (“Bolo” ist portugiesisch für “Kuchen”). Gegessen wird “Bolo do Caco” entweder als Vorspeise zusammen mit Olivenöl und Knoblauch oder als Hauptspeise belegt zum Beispiel mit Thunfisch oder einem Stück Fleisch, Ei und etwas Salat.


Die andere Spezialität der Insel, die ich probiert habe, sind die “Lapas grelhadas”. Lapas ist eine Muschelart, welche im nordöstlichen Atlantik verbreitet ist. Auf Madeira werden diese typischerweise samt Schale auf den Grill gelegt (“grelhadas” ist portugiesisch für gegrillt) und auch mit Schale serviert. Auch dazu wird Olivenöl mit Knoblauch gereicht und entsprechend passt auch ein “Bolo do Caco” hervorragend dazu.


Nicht zu vernachlässigen ist natürlich auch das lokale Bier “Coral”, welches sich an einem heißen Tag natürlich auch gut zu den Mahlzeiten trinken lässt. Oder am Hotelpool einfach so ;-) Alles in allem war das jedenfalls wieder ein sehr schönes Wochenende mit tollen neuen kulinarischen Erfahrungen für mich.

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